"1 Traum – 1000 Träume" – erfolgreiche Zirkusprojektwoche

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Fünf aufregende Trainingstage, sechs ausverkaufte Vorstellungen, ein mehr als begeistertes Publikum sowie bis über beide Ohren stolze Kinder und Familien: Das ist die Kurzbilanz der Projektwoche der St. Norbert-Schule Vreden mit dem Circus Tausendtraum, der seit 2007 mittlerweile zum vierten Mal am Butenwall gastierte.

Vom 25. November bis zum 01. Dezember 2019 stand das Zirkusmotto "Lachen – Staunen – Träumen" im Mittelpunkt des Geschehens. Das Gelände der Norbertschule füllte sich zum Wochenbeginn rasch mit bunten Zirkusfahrzeugen, mit Wohnwagen des Teams und schließlich mit dem blau-gelben Tausendträumer-Zirkuszelt, auf dessen Dach einst das Maskottchen LUNO vom Himmel gefallen sein soll.

Am Montag präsentierten die Zirkustrainer den Kindern zunächst ihr eigenes Können, um die Jungkünstler zu motivieren und mit in die Manegenwelt zu nehmen. Als Clowns, Artisten, Bodenakrobaten, Jongleure, Fakire und Zauberer übten die Kinder dann an vier weiteren Tagen für die großen Vorstellungen. Immer drei bis vier Klassen bereiteten eine Show vor, wobei die einzelnen Künstlerbereiche mit Kindern aus allen Jahrgängen besetzt waren. Als Trainingsräume standen die Sporthalle, die Aula, einige Betreuungsbereiche und natürlich das Zelt zur Verfügung. Der Übungsort wechselte während der Woche, sodass alle Kinder einmal direkt in der Manege trainieren konnten. Alle? Nein! Die Zauberer wechselten ihren Trainingsraum nur ganz kurz, damit geheim blieb, was geheim bleiten sollte.

Mit raschen Schritten nahte das Wochenende, und mit wachsendem Können der Kinder stieg auch ihre Aufregung. Am Freitag war es dann endlich so weit. Für die ersten der 19 Klassen öffnete sich vor rund 400 Zuschauern der Vorhang. Es folgten fünf weitere, bis auf den letzten Sitzplatz gefüllte Vorstellungen der anderen Klassen am Samstag und am Sonntag. Im Zelt war es dank der vielen Menschen und der Heizung kuschelig warm.

In aufwendigen Kostümen zogen die Kinder ins Zelt ein. Das Programm war sehr abwechslungsreich und überaus imposant. CLOWNS: Die Mülltonnen-Clowns (Musik erwünscht); Lucy/Ludwig Luftschlange (Das Kind mit der stärksten Puste der Welt); Die Schlangenbeschwörer (Schief, aber schön); Der Zaubertisch (Wenn Clowns zaubern); Die Bauarbeiter-Clowns (Holt den Hammer raus). ARTISTEN: Die Hexen und Zauberer auf dem Drahtseil (Märchenhafte Artistik); Die Kosaken auf den Laufkugeln (Kalinka, Kalinka!). BODENAKROBATEN: "Es brennt, es brennt, es brennt – die Feuerwehr, die rennt" (Boden- und Leiterakrobatik). JONGLEURE: Der "bewegende" Bilderrahmen (Jonglagen, die aus dem Rahmen fallen); Wenn Teller fliegen lernen (Blick in die Zirkusküche). FAKIRE: Cowboys und Indianer besiegen Scherben, Nägel und Feuer (Western von gestern – mit Spannung von heute). ZAUBERER: Der Ballpokal (Wo sind nur die Bälle hin?); Die Gitterillusion (1, 2, 3 – wieder frei); Bezaubernde Blumen (Die Geschichte vom Gärtner und Rocker); Die Mal-Zauberer (Ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt). Das Licht der Scheinwerfer, aufregende Showeffekte und die passend abgestimmte Musik sorgten für pures Zirkusgefühl. Durch die Vorstellungen führte Ralf "Der Gaukler" Derichs als einer der Leiter des Circus Tausendtraum.

Einige Väter mit Sitzplätzen in Manegennähe mussten rasch feststellen, dass ihre Platzwahl vielleicht doch nicht so günstig war. So wurde in jeder Vorstellung ein Elternteil zum Stimmungsbeauftragten ernannt. Seine Aufgabe war es, den Beifall durch ein koordiniertes "Oh!", "Ah!", "Boah ey!" des Publikums zu bereichern. So mancher Papa wuchs bei dieser Aufgabe über sich hinaus und muss sich in Zukunft vielleicht noch die ein oder andere scherzhafte Bemerkung anhören. Auch von den Späßen der Clowns blieb das Publikum nicht verschont.

Was die Kinder leisteten, erstaunte alle: lebendige Pyramiden und Leiterfiguren, Balanceakte auf Riesenkugeln und auf dem Seil, verblüffende Zaubertricks, brillante Jonglierkünste, urkomische Clownsnummern und eine beeindruckende Fakirshow mit Nagelbrettern, Glasscherben und Feuer. Begleitet wurde das Programm von tollen Einlagen der Zirkustrainer. Am Ende jeder zweieinhalbstündigen Vorstellung trat das Zirkusteam im Nachtgewand mit Akkordeon, Gitarre und Mini-Kuhglockenspiel auf, um gemeinsam mit dem Publikum das Lied "La le lu" zu singen.

Vreden war das letzte Gastspiel der Zirkuscrew im Kalender 2019. Für Ralf Derichs, der neben Zirkusgründer David Selle und Olaf Spiers zur Geschäftsführung gehört, war es aber nach 15 Jahren auch das letzte Gastspiel bei den Tausendträumern, da er sich zukünftig anderen Aufgaben widmet. Natürlich wurde dies mit einer Konfetti-Überraschung in der Manege und großem Applaus aus dem Publikum gewürdigt.

In den Pausen aller sechs Vorstellungen versorgte der Förderverein mit reichlich Hilfe von Eltern und Mitarbeitern der Schule die Gäste mit warmen und kalten Getränken. Der Circus Tausendtraum bot derweil heiße Würstchen, Popcorn und Souvenirs zum Kauf an.

Mit großer Unterstützung aus der Elternschaft ist es dann gelungen, das Zirkuszelt abreisefertig in den Zirkusfahrzeugen zu verstauen. Die Erwachsenen waren dabei ebenso tatkräftig dabei wie einige Kinder, die sich nur sehr schwer trennen wollten. Die Norbertschule verabschiedete den Circus Tausendtraum mit einem riesigen Dankeschön und mit einem "Bis bald! 2023 geht's weiter!". Die Projektwoche war ein gelungener Beweis für den guten Zusammenhalt der Schulgemeinschaft der Norbertschule. Kinder, Eltern, Lehrer, OGS-Team, Mitarbeiter und der Circus Tausendtraum sowie die zahlreichen Sponsoren zogen an einem Strang und schafften somit ein Großereignis, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.